SaaS (Software as a Service) Cloud Computing stellt das vorläufige Ende eines langen Weges dar, dessen zaghafte Anfänge in den Directory Services von Windows NT und Novell Netware zu finden sind. Das Bestreben war, dem User IT-Servies zur Verfügung zu stellen, ohne das dieser irgendwelche Kenntnisse darüber benötigt, auf welcher Hardware seine Anwendungen und Daten sich physikalisch befinden. Die Useranmeldung erfolgte an Domänen oder „Trees“, die eine Vielzahl von Servern logisch zusammenfassten.
Bevor daraus ein SaaS Cloud Computing werden konnte, war eine zweite Entwicklung vonnöten, das so genannte Grid Computing. Hier wurden Hardware Ressourcen in Hochleistungsrechenzentren gebündelt, die von einzelnen Anwendern benötigten Hardwareressourcen wurden in Form virtueller Server zusammengefasst. Was aus Sicht des Kunden wie ein Server aussah, war in Wahrheit eine Sammlung von Hardwareressourcen, die verteilt von mehreren physikalischen Servern zur Verfügung gestellt wurden. Die sicherte eine hohe Ausfallsicherheit sowie eine freie Skalierbarkeit.
SaaS Cloud Computing verbindet diese Ideen. Sowohl die konkrete Hardware als auch die verwendete Software, so die Grundidee, sind für den Anwender irrelevant. Wichtig ist ausschließlich, dass dem Kunden die Funktionalität, die er benötigt, zur Verfügung steht. Wer beispielsweise eine Text schreiben und anschließend sicher speichern möchte, wird dies auch tun können, wenn ihm in seinem Browser die Funktionalität eines Textverarbeitungsprogramms angeboten wird. Welche Software der Anbieter dafür nutzt, auf welchen Servern diese Software läuft und auf welchem Server sein Text schließlich gespeichert wird, ist für den Anwender nicht relevant. Das ist die Grundidee der Google Apps, die eines der bekanntesten gegenwärtig verfügbaren SaaS Cloud Computing Angebote darstellen. Die Funktionalität beispielsweise einer Textverarbeitung inklusive einer Backup-gesicherten Speichermöglichkeit können genutzt werden, ohne eine Textverarbeitungssoftware oder ein Backup System zu besitzen.